Vorstellung: Der neue Renault Mégane RS Trophy

Schon der aktuelle Renault Mégane RS gilt als solide Tracktool-Basis. Die Mannschaft von Renault Sport aus dem nordfranzösischen Dieppe setzt nun eins drauf. Mit dem Mégane RS „Trophy“ bringt Renault Ende des Jahres eine leistungsgesteigerte Version, die fahrdynamisch noch mehr auf dem Kasten haben wird.

Beim Motor geht´s los: Der 1,8-Liter-Turbomotor leistet im Renault Mégane RS Trophy 300 PS – 20 Pferde mehr als im normalen Mégane RS. Je nach Getriebevariante stellt der Motor ein maximales Drehmoment von bis zu 420 Nm statt 390 Nm zur Verfügung: Die handgerissene Variante des neuen Renault Mégane RS Trophy mit sechs Gängen stemmt immerhin 400 Nm auf die Vorderachse. Beim 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe EDC – mit Schaltpaddles am Lenkrad – sind es dann 420 Nm.

Der Vierzylinder-Turbo beschleunigt die Trophy-Variante in der Version mit 6-Gang-Schaltbox in lediglich 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ermöglicht 260 km/h Topspeed.

Die Modifikationen gegenüber dem Basisaggregat beinhalten unter anderem ein Lagersystem für den Turbolader aus Keramik anstelle von Stahl. Eine Technik, die laut Renault direkt aus der Formel 1 stammt. Weil der Werkstoff leichter, härter und glatter ist, konnten die Entwickler von Renault Sport, die Reibungswerte nach eigenen Angaben erheblich reduzieren. Durch die geringere Reibung im serienmäßigen Twin-Scroll-Turbolader sollen die Ingenieure auch den höheren Abgasgegendruck kompensiert haben, den der Partikelfilter im Abgasstrang verursacht.

Auch beim Fahrwerk setzt Renault auf feinste Technik. Vom Mégane RS übernimmt das „Werks-Tracktool“ die dynamische Allradlenkung „4Control“, die je nach Bedarf für mehr Agilität oder höhere Stabilität sorgt: Bei geringeren Geschwindigkeiten schlagen die Hinterräder bis zu 2,7° in entgegengesetzter Richtung zur Vorderachse ein. Dies wirkt wie eine Verkürzung des Radstands und steigert die Agilität. Bei höheren Geschwindigkeiten steuern die Hinterräder in die gleiche Richtung wie die Vorderräder (bis zu 1°). Das ergibt einen Effekt wie bei einer Verlängerung des Radstands: Die Fahrstabilität nimmt dadurch zu.


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Zur Serienausstattung des Mégane RS Trophy zählt außerdem das Cup-Fahrwerk. Neben 25 Prozent strafferen Stoßdämpfern, 30 Prozent steiferen Federn und 10 Prozent festeren Querstabilisatoren kommt zudem eine mechanische Torsen-Differenzialsperre an der Vorderachse zum Einsatz. Diese dürfte für eine höhere Traktion und ein noch frühzeitigeres Herausbeschleunigen gerade aus engen Kurven sorgen.

Ab Werk verfügt der neue Renault Mégane RS Trophy außerdem über Verbundguss-Bremsscheiben aus Grauguss und Aluminium mit rot lackierten Bremssätteln von Brembo. Sie sollen „exzellentes Verzögerungsverhalten bei hohen Bremstemperaturen mit niedrigem Gewicht“ kombinieren, betont man bei Renault. Pro Rad sollen sie die ungefederten Massen um 1,8 Kilogramm reduzieren.

Als erster Vertreter der Mégane-RS-Baureihe erhält der neue Renault Mégane RS Trophy außerdem eine Auspuffklappe im Endschalldämpfer, mit der sich der Fahrzeugsound regulieren lässt. Bei geschlossener Klappe werden die tiefen Frequenzen zugunsten der mittleren Frequenzen ausgefiltert. Im Ergebnis soll es eine sportlich-sonore Geräuschkulisse geben, die insbesondere im Alltag und auf längeren Strecken angenehm und unaufdringlich klingen soll. Bei geöffneter Klappe verringert sich der Strömungswiderstand, und die Abgase können einen direkteren Weg nehmen. Dann soll der Sound deutlich sportlicher und lauter sein.

Auch optisch soll Renaults neues Tracktool einiges her machen. Die Trophy-Variante des Renault Mégane RS erhält zwei exklusive Metallic-Sonderlackierungen: „Tonic Orange” und „Sirius Gelb”. Weiteres Kennzeichen ist der typische rote Streifen der Trophy-Modelle am Luftleitblech in der Frontschürze. Optional sind für den Mégane RS Trophy Recaro Sportsitze mit Alcantara-Polsterung verfügbar. Für Sportfahrer noch interessanter: Sie bieten eine 20 Millimeter tiefere Sitzposition.

Die Preise für den neuen Renault Mégane RS Trophy starten bei 38.590 Euro für die Handschaltvariante und 40.490 Euro für das Modell mit Doppelkupplungsgetriebe EDC. Marktstart in Deutschland ist Ende 2018. Dann werden alternativ zu den serienmäßigen diamantpolierten „Jerez”-Rädern mit roten Zierelementen optional die neuen, geschmiedeten 19-Zoll-„Fuji”-Felgen verfügbar sein. Sie sollen das Gewicht pro Rad nochmals um zwei Kilogramm verringern.

Update 17.12.2018: Der neue Renault Mégane RS Trophy startet ab 38.590 Euro.

[Bilder: Renault]