Für die Rennstrecke optimiert: Der Hyundai i30 N Project C

Auf der IAA 2019 zeigt Hyundai das erwartete Topmodell der Koreaner: Den Hyundai i30 N Project C. Der Hot Hatch kommt mit einigen fahrdynamisch relevanten Extras und wird 43.000 Euro kosten.

„Der Name Project C verweist speziell auf den Area C genannten Hochleistungskurs im koreanischen Entwicklungszentrum Namyang. Aber das Auto ist genauso intensiv in unserem Technikzentrum am Nürburgring optimiert worden“, erklärt Alexander Eichler, Test- und Entwicklungsleiter für Hochleistungsfahrzeuge im Technikzentrum von Hyundai Motor Europe

Das Wichtigste vorab: Keinen Handlungsbedarf sahen die Ingenieure beim Motor. Denn auch der Hyundai i30 N Project C vertraut auf den bekannten 275 PS starken 2-Liter-Vierzylinder-Turbo aus dem i30 N Performance.

Optimierungspotenzial sahen die Koreaner allerdings beim Gewicht des Kompaktsportlers. Der i30 N Project C ist 50 Kilogramm leichter als seine rund 10.000 Euro günstigere Basis, der Hyundai i30 N Performance. Verantwortlich dafür sind Motorhaube (- 7,2 Kilogramm), Seitenschweller (-1 Kilogramm), Frontspoiler (+240 Gramm) und Heckdiffusor (- 386 Gramm), die aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CfK) gefertigt wurden.

Vor allem die geschmiedeten 19-Zoll-Felgen von OZ sorgten für eine Gewichtsabnahme von 22 Kilogramm – und für eine deutliche Reduzierung der ungefederten Massen. Im Interieur verbaut Hyundai manuell verstellbare Schalensitze aus der Competition-Serie von Sabelt, deren Rückseite aus CfK besteht (- 7,5 Kilogramm pro Sitz).


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Auch beim Fahrwerk nahmen die Ingenieure Optimierungen vor: Die Karosserie wurde um sechs, der Schwerpunkt um 8,8 Millimeter abgesenkt. Die Basis-Stoßdämpfer wurden dazu neu abgestimmt und mit neuen Federn kombiniert, die kürzer und besonders steif sind. Die hinteren Achsschenkel allein sind laut Hyundai für eine Gewichtsabnahme von 4,66 Kilogramm verantwortlich, weil sie aus Aluminium und nicht aus Stahl gefertigt werden. Der i30 N Project C verfügt außerdem serienmäßig über eine Querstrebe im Kofferraum, die zu einer besseren Gesamtbalance bei höheren Geschwindigkeiten beiträgt, besonders bei schnellen Lastwechseln in Kurven.

Die Fahrmodi wurden für den i30 N Project C angepasst: Sowohl der Sport- als auch der N-Modus geben dem Fahrer jetzt direktere Rückmeldung. Dabei wurde der dynamische N-Modus – Achtung, O-Ton Hyundai – „in seiner Agilität und Berechenbarkeit auf den Reibwert von Rennstrecken-Asphalt und das Talent routinierter Rundstreckenfahrer ausgelegt.“

Im Innenraum des i30 N Project C findet sich nun feinstes Alcantara am Lenkrad, am Handbremshebel und am Schaltknauf. Der Schaltknüppel besteht aus gebürstetem Aluminium. Details wie die Bremssättel oder die Sicherheitsgurte sind in einem dunklen Orange-Farbton gehalten, genau wie die Fahrmodus-Tasten auf dem Multifunktionslenkrad. Darüber hinaus erkennt man den i30 N Project C auch an einem individuellen Schriftzug im Innenraum auf der Beifahrerseite, dessen fortlaufende Nummerierung. Das bei der IAA ausgestellte Modell trägt eine matte Graulackierung, die sichtbaren Karbonteile sind mit glänzendem Klarlack überzogen.

Der Hyundai i30 N Project C kommt Endes des Jahres in einer limitierten Auflage von 600 Exemplaren in den europäischen Handel, 500 davon sind für den deutschen Markt vorgesehen. In Deutschland beträgt der Preis 43.000 Euro.

Bilder: Hyundai