Trackday-Bericht: Unser Saison-Auftakt 2018 mit neuem Bilstein-Fahrwerk auf der Nürburgring-Nordschleife 25.04.2018

Die Saison begann für uns in diesem Jahr relativ spät Ende April. Entsprechend ungeduldig erwarteten wir den ersten Trackday des Jahres mit dem DSK auf der Nürburgring-Nordschleife.

Die Semis hatten wir bereits Ende Februar aufgezogen. Etwas früh? Ja, klar. Aber wir hatten einen Termin bei Bilstein in Ennepetal, um uns mit dem Bilstein B16 ein neues Fahrwerk einbauen zu lassen. Und da sollte das Setup schon einigermaßen passen.

Warum die Wahl auf dieses Fahrwerk fiel? Ganz einfach: Das B16-Gewindefahrwerk dürfte momentan das Fahrwerk mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis für den Toyota GT86 aus dem Bilstein-Regal sein. OK, im Vergleich zu den Clubsport-Fahrwerken von Bilstein, KW und Co. können die Zug- und Druckstufen nicht separat eingestellt werden. Und auch der Sturz an der Vorder- und Hinterachse kann beim Toyota GT86 ohne besondere Modifikationen nicht eingestellt werden. Aber im Vergleich zum zwar sehr, sehr guten, aber eben nicht einstellbaren Serien-Fahrwerk des Toyota GT86 stellt das B16 eine bezahlbare und mehr als gute Alternative dar.


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Nachdem wir dem Toyota GT86 eine vernünftige Inspektion gönnten, das neue Fahrwerk eingetragen war und der TÜV zudem seinen Segen für zwei weitere Jahre STVO gab, machte ich mich am 25. April 2018 endlich auf den Weg in die Eifel.

Um nicht allzu früh aus den Federn raus zu müssen, entschied ich mich dazu, schon am Vortag anzureisen. Was war das entspannt! Den Job Job sein zu lassen und mal nicht für die Familie da sein zu müssen, auch mal ganz nett. Regelrecht beschwingt checkte ich im Hotel Garni Retterath in Wiesemscheid ein, wenige Kilometer vom Ring entfernt.

Ein wirklich nettes, einfaches kleines Hotel mit vergleichsweise großem Parkplatz auf dem Hof, auf dem schon ein paar Trackday-verdächtige Autos parkten. Am frühen Abend machte ich mich auf zur Touristen-Einfahrt, um den Papierkram am DSK-Bus zu erledigen, die ersten Benzingespräche mit Gleichgesinnten zu führen und nochmal am Brünnchen und Pflanzgarten vorbeizuschauen.

Am nächsten Morgen brauchte ich keine 10 Minuten bis nach Nürburg. Um 8.30 Uhr ging es für mich in Gruppe 1 auf die Strecke. Bei 11° Außentemperatur ließ ich den Luftdruck rundum auf 2,1 bar ab. Zudem entschied ich mich für ein recht weiches Fahrwerk-Setup mit fünf Klicks vorne und vier Klicks hinten.

Herrlich, wieder auf der Nordschleife zu sein! Und fast noch besser: zu sehen, dass die Kombination Toyota GT86 + Semislicks + Bilstein B16 offenbar bestens funktioniert. Der Luftdruck stellte sich zwar als zu hoch heraus (warm lag er nach dem 4-Runden-Stint bei 2,9 bar vorne!) und die Fahrwerk-Einstellung als zu weich heraus. Aber im Vergleich zum Nordschleifen-Trackday im Juni des Vorjahres mit dem Serien-Fahrwerk fuhr sich der GT deutlich schneller und mit mehr Feedback. In etwa dürfte ich 10 Sekunden pro Runde gewonnen haben.

Stint zwei und drei waren von Nässe geprägt. In Stint zwei regnete es dabei komplett durch. Dennoch blieb ich drei Runden draußen, um meine Nässe-Skills zu trainieren. Aber mit den Semislicks war das natürlich kein großer Spaß und ich ließ es ruhig angehen. Im dritten Stint trocknete der Asphalt wieder leicht ab, dennoch waren viele Streckenabschnitte gefährlich feucht und immer wieder setzte leichter Regen ein. Nach zwei Runden parkte ich den Toyota wieder auf dem Parkplatz und beschränkte mich auf das Fotografieren und mit dem ein oder anderen zu schnacken.

Zum Abschluss gab ich mir noch drei, vier Runden auf nun wieder trockener Strecke. Dazu die Dämpfer auf 6 Klicks vorne und 5 Klicks hinten erhöht und den Kalt-Luftdruck auf 1,9 bar runter. Das funktionierte noch etwas besser als heute Morgen. Dennoch hatte der GT86 etwas Untersteuertendenz. Beim nächsten Mal werden wir also nochmal ran ans Setup müssen.